Bay of Fires – Ruhe, Felsen und viel Meer
Bay of Fires ist ein Ort für Stille: orange Felsen, weisser Sand, Walblick – und die Erkenntnis, dass Nichtstun perfekt sein kann.

Schon die Überfahrt mit der Fähre von Geelong nach Tasmanien war ein Erlebnis für sich.
Wellen, Wind, Schiffsvibrationen – und das typische Fährengefühl zwischen Vorfreude und leichtem Schlafmangel. Erstaunlich erholt gingen wir von der Fähre.
Die erste Nacht verbrachten wir in Kelso.
Ein ruhiger Campingplatz, wo man beim Einschlafen nur den Wind hört – und beim Eindunkeln plötzlich von einer ganzen Horde Pademelons begrüsst wird.
Klein, rund, neugierig – wie Kängurus in Kurzversion. Einer stand sogar so lange neben dem Auto, dass wir kurz überlegten, ob er einziehen will.
Der nächste Tag begann am Little Blue Lake – ein kleiner, stiller Kratersee mit dieser fast unnatürlich blauen Farbe, die aussieht, als hätte jemand einen Filter vergessen. Ruhig, kühl, irgendwie hypnotisch. Kein Ort für Action, aber perfekt, um den Kaffee langsam wirken zu lassen.
Die Bay of Fires ist einer dieser Orte, an denen man einfach ankommt und leise wird.
Orange leuchtende Felsen, weisser Sand, glasklares Wasser – und sonst fast nichts. Kein Verkehr, kein Kiosk, kein Lärm.
Wir haben direkt am Strand übernachtet, mit Blick aufs Meer und genug Wind, um das Zelt auf Trab zu halten.
Am Nachmittag färbte sich alles in warmes Licht, und für ein paar Minuten sah die Küste so perfekt aus, dass man kurz vergessen hat, wie kalt der Wind eigentlich war. Am Abend tauchte draussen am Horizont ein Wal auf – nur kurz, aber genug, um alles andere unwichtig zu machen.
Ein schöner Abschluss für einen Tag, an dem eigentlich gar nichts „passieren“ musste, um perfekt zu sein.
Es gibt hier nichts zu „tun“ – und genau das ist das Beste daran.
Man schaut, hört, sitzt – und merkt irgendwann, dass man die Uhr schon längst vergessen hat.
Steckbrief
- Erlebnis
- Orange Felsen, weisser Sand, ein Wal am Horizont – und absolute Stille.
- Kontrast
- Zwischen hypnotisch blauem Kratersee und windgepeitschter Küste.
- Hinweis
- Direkt am Strand campen und den Sonnenuntergang abwarten.
- Was bleibt
- Die Erkenntnis, dass man manchmal einfach nur schauen muss.
- Bereist
- November 2025