Chiang Mai – Ankommen, Durchatmen, Losfahren
Chiang Mai ist Startpunkt für den Mae Hong Son Loop: guter Kaffee, Khao Soi und Roller organisiert – jetzt geht's in die Kurven.

Nach Koh Chang verschlug es uns noch einmal nach Bangkok. Praktisch, weil verkehrstechnisch auf dem Weg nach Norden – und gleichzeitig eine Stadt, die wir immer wieder neu entdecken: kleine Cafés, neue Ecken, bekannte Orte in anderem Licht. Danach ging es weiter Richtung Chiang Mai.
Von Bangkok nach Chiang Mai gibt es drei klassische Optionen: Flug, Nachtzug oder Bus.
Der Nachtzug war ausgebucht, fliegen wollten wir nicht – also Nachtbus. First Class. Für rund CHF 26. Komfort irgendwo zwischen Eco Premium und „überraschend angenehm“. Breite Sitze, Decke, Snacks, Steward an Bord – und tatsächlich ein paar Stunden Schlaf.
Nach einer langen Nacht rollten wir frühmorgens in Chiang Mai ein. Müde, aber funktionstüchtig. Gepäck kurz in der Unterkunft abgestellt, dann das Wichtigste: Kaffee. Chiang Mai liefert. Zuverlässig.
Wir organisierten uns direkt zwei Roller. Nicht primär für die Stadt, sondern für das, was vor uns liegt: den Mae Hong Son Loop. Die Vorfreude ist riesig – eine Woche mit Lieblingsmensch und Roller unterwegs, Berge, kleine Orte, viele Kurven.
Kulinarisch ist Chiang Mai eine eigene Liga. Vor allem Khao Soi.
Vom unscheinbaren Strassenlokal mit Michelin-Empfehlung bis zum durchgestylten Insta-Hotspot, bei dem das Curry fast zu hübsch zum Essen ist (fast). Beides voll, beides gut, beides sehr Chiang Mai.
Abends ziehen die Nachtmärkte an. Vieles ist laut, bunt und verlockend – manches davon auch überflüssig. Aber dazwischen finden sich richtig schöne Dinge, gutes Essen und Handwerk, das nicht nur nach Souvenir aussieht. Man bleibt fast immer länger, als man eigentlich wollte.
Natürlich ging es auch hoch zu einem Tempel auf dem Berg mit Blick über die Stadt. Der Plan war, früh loszugehen, um den grossen Besucherströmen auszuweichen. Nach einer Nacht im Bus waren wir dafür allerdings nicht ganz früh genug. Viele Menschen, viele Busse – die Aussicht bleibt trotzdem beeindruckend, die Stimmung besonders.
Chiang Mai hat sich stark entwickelt.
Tanja war vor Corona hier, Marcel während Corona – jetzt wieder gemeinsam. Es gibt neue, trendige Viertel, viele Expats, richtig gute Cafés und Märkte. Die Altstadt dagegen wirkt angenehm unbeirrt und hat sich am wenigsten verändert. Man kommt gut zu Fuss durch, sonst mit Roller, Tuk-Tuk oder Grab. Alles unkompliziert. Wahrscheinlich wird sich die Stadt in den nächsten Jahren wieder stark verändern – spannend, irgendwann zurückzukehren und die Entwicklungen zu sehen.
Und dann wären da noch die Massagen. Viele davon. Sehr gute.
Eine Stunde Ölmassage für umgerechnet CHF 10.–.
Wir haben das Angebot nicht ignoriert. Regeneration ist schliesslich wichtig.
Chiang Mai ist gerade Startpunkt statt Ziel. Jetzt heisst es Kurven zählen, Aussichten einatmen und unterwegs sein – wir zwei, zwei Roller, eine Woche voller Möglichkeiten und Geschichten. In einer Woche sehen wir uns wieder.
Praktisches
- Anfahrt
- Nachtbus von Bangkok nach Chiang Mai, First Class
- Fahrzeit
- Eine Nacht
- Kostenrahmen
- CHF 26 für Nachtbus First Class, CHF 10 für eine Stunde Ölmassage
- Fahrzeug
- Nachtbus, vor Ort zwei Roller organisiert
Steckbrief
- Ort
- Chiang Mai City Municipality, Thailand
- Erlebnis
- Chiang Mai als Zwischenstopp vor dem Mae Hong Son Loop: Kaffee, Khao Soi, Nachtmärkte und Roller organisieren
- Kontrast
- Neue trendige Viertel mit Expats und Cafés versus unveränderte Altstadt
- Tipp
- Massagen nutzen – eine Stunde Ölmassage für CHF 10
- Was bleibt
- Die Vorfreude auf den Mae Hong Son Loop mit Roller und Lieblingsmensch
- Bereist
- Januar 2026
Häufige Fragen
Wie kommt man von Bangkok nach Chiang Mai?
Was sollte man in Chiang Mai kulinarisch probieren?
Wie viel kostet eine Massage in Chiang Mai?
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