Florenz – 500 Stufen und ein ziemlich knappes Zeitfenster
Die Anreise nach Florenz mit dem Zug war eigentlich simpel.

Die Anreise nach Florenz mit dem Zug war eigentlich simpel. Trotzdem schaffte ich es, bereits wenige Minuten nach der Ankunft in Stress zu geraten.
Für den Aufstieg auf die Kuppel der Kathedrale braucht man ein zeitgebundenes Ticket. Der einzige noch verfügbare Termin lag nur wenige Minuten nach meiner Ankunft. Also hiess es: aus dem Zug steigen, Koffer abgeben, die Kathedrale finden und rechtzeitig beim Eingang stehen.
Florenz empfing mich damit weniger romantisch als erwartet. Statt gemütlich durch die Altstadt zu schlendern, lief ich mit dem Handy in der Hand und dem leichten Verdacht durch die Strassen, dass ich gerade in die falsche Richtung ging.
Am Ende reichte es knapp.
Danach warteten rund 500 Stufen bis hinauf zur Kuppel von Santa Maria del Fiore. Meine Knie waren davon ähnlich begeistert wie von den letzten 500 Stufen, die ich ihnen zugemutet hatte.
Der Aufstieg führt durch enge Treppen, schmale Gänge und stellenweise direkt zwischen den beiden Schalen der Kuppel hindurch. Viel Platz gibt es nicht, Ausweichmöglichkeiten noch weniger. Immerhin bleibt ausreichend Zeit, über die eigenen Entscheidungen nachzudenken.
Oben angekommen, öffnet sich der Blick über die Dächer von Florenz. Die roten Ziegel, die engen Strassen und die Hügel rund um die Stadt ergeben ein eindrückliches Gesamtbild.
Die Aussicht war schön. Der Blick vom Petersdom im Vatikan hatte mich allerdings noch etwas mehr beeindruckt.
Trotzdem lohnt sich der Aufstieg. Eine Stadt von oben zu sehen, verändert den Blick auf sie. Plötzlich erkennt man Strassenverläufe, Plätze und Gebäude, zwischen denen man unten später wieder die Orientierung verliert.
Florenz begann für mich also mit Zeitdruck, 500 Stufen und schmerzenden Knien.
Immerhin ging es danach fast nur noch bergab.
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Steckbrief
- Bereist
- März 2023
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