Hanoi – zurück im Chaos
Die Einfahrt nach Hanoi ist… intensiv.Nach Tagen auf ruhigen Bergstrassen fühlt sich das wie ein Sprung in eine andere Welt an.

Die Einfahrt nach Hanoi ist… intensiv.
Nach Tagen auf ruhigen Bergstrassen fühlt sich das wie ein Sprung in eine andere Welt an. Verkehr von allen Seiten, Hupen, Busse, Roller, die sich in jede Lücke drücken. Man fährt nicht wirklich – man wird Teil eines Stroms. Es war einfacher als erwartet.
Und irgendwann ist man einfach drin.
In der Altstadt.
Enge Gassen, alte Häuser, Kabel über den Strassen, Läden neben Läden. Alles dicht, alles laut, alles gleichzeitig. Genau das, was man erwartet – und trotzdem mehr.
Wir laufen viel. Einfach treiben lassen.
Zwischendurch ein kurzer Stopp zum Shoppen. „Originale“ Marken gibt es hier an jeder Ecke. Schuhe, Taschen, Shirts. Alles sieht ziemlich echt aus – ist es aber nicht. Wir kaufen trotzdem ein Paar. Preis gut, Qualität… wird sich zeigen.
Ein weiteres Highlight: die Hanoi Train Street.
Eine enge Gasse, in der tatsächlich ein Zug durchfährt. Cafés stehen direkt an den Gleisen, Stühle werden zur Seite gerückt, dann rauscht der Zug durch. Danach geht alles wieder weiter, als wäre nichts gewesen.
Typisch Hanoi.
Essen ist sowieso ein grosses Thema.
Überall kleine Plastikstühle auf dem Gehweg, dampfende Suppen, gegrilltes Fleisch, frische Kräuter. Man setzt sich einfach dazu, bestellt irgendetwas – und meistens ist es gut.
Und dann der berühmte Egg Coffee.
Kaffee mit einer cremigen, süssen Eierschaum-Schicht obendrauf. Klingt komisch, schmeckt überraschend gut. Fast wie ein Dessert im Glas.
Am Abend wird es noch voller.
Bier auf kleinen Hockern, Menschen auf der Strasse, Musik aus Bars. Man sitzt, trinkt, schaut zu. Mehr braucht es nicht.
Hanoi ist kein Ort für Ruhe.
Kein Ort für Perfektion.
Es ist ein Strom aus Lärm, Bewegung und Leben –
und genau darin liegt sein Reiz für uns.
Und irgendwann kommt der Punkt:
Man gibt sich dem Ganzen hin – oder man hält Abstand.
Steckbrief
- Ort
- Hanoi, Vietnam
- Bereist
- März 2026
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