Maria Island – Wombats, Wind und ein stachliger Besucher
Maria Island liefert Wombats, Echidnas und Ruhe statt Action – und genau das macht die Insel besonders.

Schon die Fähre nach Maria Island fühlt sich an, als würde man ein kleines Stück Alltag hinter sich lassen. Keine Autos, kein Lärm, kein Empfang – nur Rucksack, Wind und eine Insel, die sich nicht besonders Mühe gibt, jemanden zu beeindrucken, es aber trotzdem tut.
Wir waren auf Mission Wombat unterwegs – und wurden belohnt.
Nach langem Suchen tauchte plötzlich einer auf: rund, flauschig, völlig unbeeindruckt.
Er trottete quer über den Weg, schnupperte kurz und machte dann weiter, als wäre das hier alles nur für ihn gebaut worden. Ein kleiner Fels mit Fell – und genau so charmant, wie man’s sich vorstellt.
Später kam noch ein zweiter, fast wie bestellt.
Und als Zugabe: ein Echidna, der so nah an uns vorbeilief, dass man sein leises Schnaufen hörte – halb Igel, halb Staubsauger, ganz grossartig.
Zwischendurch alte Ruinen, grasende Kängurus, Meerblick und lange Wege, auf denen man mehr über den eigenen Schritt nachdenkt als über das Ziel.
Maria Island ist kein Ort für Aufregung. Es passiert wenig – und das ist das Schöne daran.
Wenn man am Abend auf die Fähre zurücksteigt, riecht man nach Salz, Wind und Zufriedenheit. Und genau so soll’s sein.
Steckbrief
- Erlebnis
- Wombats aus nächster Nähe, ein neugieriger Echidna und lange Wege ohne Ziel
- Kontrast
- Kein Empfang, keine Autos – nur Wind, Stille und Tiere, die sich nicht für Touristen interessieren
- Hinweis
- Geduld mitbringen – die Tiere kommen, wenn sie kommen
- Was bleibt
- Der Geruch nach Salz und Wind und das Gefühl, dass wenig passieren manchmal genug ist
- Bereist
- November 2025