Nach den Tagen im Norden beginnt langsam der Rückweg.
Wir starten bei den Ban Gioc Waterfalls.

Wir starten bei den Ban Gioc Waterfalls. Am Morgen noch einmal kurz hin, ein letzter Blick auf die Wasserfälle, dann wieder aufs Bike. Die Strassen sind ruhig, die Landschaft weiterhin beeindruckend.
Die erste Etappe führt uns Richtung Bắc Kạn.
Viel Berge, viele Kurven, wenig Verkehr. Genau die Art Strecke, die wir in den letzten Tagen gewohnt sind. Kleine Dörfer, Kinder am Strassenrand, immer wieder Abschnitte, auf denen man komplett alleine unterwegs ist.
Keine grossen Highlights mehr – aber genau das macht es angenehm. Einfach fahren.
Am Nachmittag erreichen wir Bắc Kạn. Kein besonderer Ort, eher funktional. Ein paar Hotels, Restaurants, sonst nicht viel. Perfekt für eine Zwischenübernachtung.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Hanoi.
Und man merkt schnell, dass man sich der Hauptstadt nähert.
Der Verkehr nimmt zu. Erst langsam, dann deutlich. Mehr Lastwagen, mehr Busse, mehr Roller. Die Strassen werden voller, die Fahrweise hektischer.
Die letzten Kilometer ziehen sich.
Nach all den ruhigen Bergstrassen fühlt sich das fast wie ein kleiner Kulturschock an. Plötzlich wieder ständig aufmerksam sein, ständig reagieren.
Und dann ist man drin.
Hanoi. Laut, chaotisch, voll. Zurück im Stadtleben.
Nach all den Tagen auf dem Roller wirkt das fast unwirklich.
Von abgelegenen Bergstrassen direkt in eine der hektischsten Städte Vietnams.
Auch der letzte Tag auf dem Roller hält noch ein paar unerwartete Highlights bereit.
Ein Tankwart lädt uns spontan auf einen Tee ein – wir können nicht nein sagen. Kurz darauf sitzt die ganze Familie mit uns zusammen, alle lachen, wir verstehen uns irgendwie auch ohne gemeinsame Sprache (und werden vermutlich ein bisschen ausgelacht ). Die Frau kommt gerade vom Markt zurück und bringt ein lebendes Huhn fürs Mittagessen mit. Wir passen dankend – vor uns liegt noch einiges an Strecke.
Später ein kurzer Stopp bei einer kleinen Honda-Werkstatt, die Kette nachziehen. Der Mechaniker hilft sofort und will am Ende kein Geld dafür.
Und irgendwo am Strassenrand: Wir halten kurz an, eine ganze Schulklasse fährt vorbei. Wenig später drehen sie um, nur um uns Hallo zu sagen und ein paar Worte zu wechseln.
Keine grossen Sehenswürdigkeiten – aber genau diese kleinen Begegnungen bleiben.
Die letzten zwei Etappen sind kein Highlight im klassischen Sinn.
Aber sie bringen einen zurück.
Und genau darum geht es am Ende.
Steckbrief
- Ort
- Bac Kan, Vietnam
- Bereist
- März 2026
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