Spitzkoppe – Granit, Staub und Sonnenuntergangskino
Spitzkoppe beeindruckt ohne Programm: Granit, Sonnenuntergänge und Sternenhimmel – karg, schön, unvergesslich.

Nach Etosha ging es weiter zur Spitzkoppe. Plötzlich standen wir nicht mehr zwischen Wasserlöchern und staubigen Safari-Strassen, sondern mitten in einer Landschaft, die aussieht, als hätte jemand riesige Granitkugeln in die Wüste geworfen und dann vergessen, sie wieder aufzuräumen.
Die Spitzkoppe wird oft als „Matterhorn Namibias“ bezeichnet. Ein bisschen grossspurig vielleicht, aber beeindruckend ist sie definitiv. Diese roten Felsen, die weite Ebene, das trockene Licht – alles wirkt gleichzeitig karg und wunderschön. Man fährt rein, schaut sich um und denkt: Ja gut, hier hat die Natur offensichtlich wieder einmal übertrieben.
Unser Highlight war weniger eine grosse Wanderung, sondern einfach das Dasein. Zwischen den Felsen herumspazieren, kleine Bögen und Aussichtspunkte entdecken, den Sonnenuntergang abwarten und zuschauen, wie die Landschaft langsam orange, rot und dann fast violett wird. Spitzkoppe ist kein Ort, der viel Programm braucht. Man stellt sich hin, schaut und ist erst mal ruhig.
Am Abend wurde es wieder frisch. Natürlich. Namibia tagsüber: Sonnencreme und Staub. Namibia nachts: Faserpelz, Schlafsack und die leise Frage, warum man eigentlich dachte, Camping in Afrika sei automatisch warm. Aber unter diesem riesigen Sternenhimmel, zwischen den dunklen Felsen und mit kompletter Ruhe ringsum, war selbst das Frieren irgendwie Teil des Pakets. Nicht unbedingt komfortabel, aber ziemlich unvergesslich.
Steckbrief
- Ort
- Spitzkoppe, Namibia
- Bereist
- Mai 2026