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Uluru und Kata Tjuta – roter Staub, grosse Felsen und Drohnen am Himmel

Uluru erfüllt das Postkarten-Versprechen – roter Fels, weite Wüste und eine Drohnenshow, die Gänsehaut macht.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 14. August 2025 Aktualisiert am 28. Juli 2026 3 Min. Lesezeit

Australien | Uluru und Kata Tjuta – roter Staub, grosse Felsen und Drohnen am Himmel | Beitragsbild
Reiseziel Australien
Reise Nationalparks Australien · Geschichte 1 von 4
Vor Ort Besucht im August 2025

Vom Kings Canyon ging es weiter über schnurgerade Strassen. Links roter Staub, rechts roter Staub, vorne noch mehr roter Staub. Und irgendwann tauchte am Horizont diese Form auf, die man gefühlt schon aus jedem Australien-Kalender kennt: Uluru.

Zuerst klein, fast unscheinbar. Dann immer grösser. Und plötzlich steht er da, mitten in der Wüste, als hätte jemand ein riesiges rotes Raumschiff parkiert und vergessen, es wieder abzuholen.

Yulara liegt etwa 20 Kilometer vom Uluru entfernt und ist im Grunde eine Resort-Siedlung für Besucher. Hotels, Campingplätze, Supermarkt, Restaurants – alles praktisch, alles organisiert, alles auf Tourismus ausgelegt. Charmant ist es nicht unbedingt, aber funktional. Und in dieser Gegend ist funktional manchmal schon ziemlich viel wert.

Wir richteten uns im Ayers Rock Resort ein. Trim bekam den Parkplatz «mit Aussicht», was vermutlich mehr uns freute als ihn. Danach ging es direkt weiter zu Kata Tjuta.

Die Olgas sind ein bisschen wie Ulurus wilde Geschwister. Weniger bekannt, weniger perfekt als Symbolbild geeignet, dafür fast dramatischer. Diese Felsdome stehen da wie eine eigene kleine Welt aus rotem Stein. Beim Valley of the Winds wurde dann auch schnell klar, dass der Name nicht aus einer kreativen Marketingrunde stammt. Es windete ordentlich. Nicht so ein bisschen «angenehme Brise», sondern genug, damit man dem Tal innerlich kurz Respekt zollt.

Danach nahmen wir noch den Sonnenuntergang mit und fuhren zurück zum Campingplatz. Roter Fels, tiefe Sonne, Staub auf allem – genau so stellt man sich das Red Centre vor. Nur mit etwas mehr Fliegen und deutlich mehr Touristenbussen, aber man kann ja nicht alles haben.

Am nächsten Tag standen die Klassiker an: Sonnenaufgang und Base Walk um den Uluru. 10,6 Kilometer einmal rundherum. Klingt erst einmal nach einem Spaziergang. Ist es auch irgendwie. Aber einer, bei dem man ständig stehen bleibt, schaut, wieder weiterläuft und nach ein paar Minuten erneut stehen bleibt.

Aus der Nähe wirkt Uluru ganz anders als auf Fotos. Nicht einfach glatt und rot, sondern voller Rillen, Höhlen, Kanten, dunkler Stellen und Farbwechsel. Mal wirkt der Fels fast poliert, dann wieder rau und aufgebrochen. In der Wintersonne leuchtete er in so vielen Rottönen, dass selbst Pantone kurz hätte mitschreiben müssen.

Trotz aller Bekanntheit verliert der Ort dadurch nichts. Im Gegenteil. Man merkt erst vor Ort, warum Uluru so stark wirkt. Nicht, weil er einfach gross ist, sondern weil er diese Landschaft komplett bestimmt. Egal wo man steht, irgendwie zieht er den Blick immer wieder zurück.

Den Abschluss lieferte am Abend die Wintjiri Wiru Drohnenshow. Hunderte leuchtende Punkte bewegten sich über dem dunklen Himmel und erzählten Geschichten der Anangu in Bildern und Formen. Wir waren vorher leicht skeptisch, weil Drohnenshow am Uluru schnell nach sehr viel Inszenierung klingt. War es auch. Aber es funktionierte.

Dazu gab es Essen und Getränke, die wir natürlich ebenfalls pflichtbewusst testeten. Man will ja ein Event ganzheitlich beurteilen. Und so standen wir da, schauten in den Himmel, assen, tranken und mussten zugeben: Ja, das war schon ziemlich stark.

Zurück im Camp sassen wir später mit kaltem Bier, rotem Staub auf den Schuhen und diesem Gefühl, gerade eines dieser «einmal im Leben»-Kapitel erlebt zu haben. Abgehakt klingt zu endgültig. Eher: fest abgespeichert.

Praktisches

Anfahrt
über schnurgerade Strassen vom Kings Canyon
Fahrzeug
Trim (Camper)
Reisezeit
Wintersonne für beste Rottöne im Fels

Wo das war

Steckbrief

Ort
Yulara, Australien
Erlebnis
10,6 km Base Walk um den Uluru, jede Farbveränderung im Fels hautnah.
Kontrast
Ikonischer Monolith trifft künstliche Resort-Siedlung Yulara.
Tipp
Valley of the Winds bei Kata Tjuta – dramatischer und wilder als Uluru selbst.
Was bleibt
Gänsehaut bei der Wintjiri Wiru Drohnenshow und roter Staub auf den Schuhen.
Bereist
August 2025

Häufige Fragen

Wie ist Yulara als Ausgangspunkt?
Yulara liegt 20 km vom Uluru entfernt und ist eine reine Resort-Siedlung mit Hotels, Campingplätzen und Restaurants. Charmant ist es nicht, aber praktisch für Besucher organisiert.
Was macht Kata Tjuta besonders?
Kata Tjuta (die Olgas) sind weniger ikonisch als Uluru, aber dramatischer. Im Valley of the Winds weht der Wind so kräftig, dass der Name sofort Sinn ergibt.
Wie lang ist der Base Walk um Uluru?
Der Base Walk um den Uluru ist 10,6 Kilometer lang. Man sieht dabei jede Ritze und Farbveränderung im Fels – mal glatt poliert, mal rau wie Schmirgelpapier.
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