Venedig – schön, speziell und irgendwie zu viel
Venedig ist eine Stadt, die mich etwas ratlos zurücklässt.

Venedig ist eine Stadt, die mich etwas ratlos zurücklässt.
Klar, sie ist durch ihre Kanäle einzigartig. Eine Stadt ohne normale Strassen, dafür mit Booten, Brücken, engen Gassen und Wasser an jeder Ecke – das ist schon speziell. Auch ihre historische Bedeutung ist unbestritten. Venedig war einmal eine mächtige Handelsstadt, ein Zentrum von Reichtum, Kunst und Einfluss. Das merkt man bis heute.
Und trotzdem: Für mich erfüllt Venedig den Hype nicht ganz.
Vielleicht liegt es daran, dass die Stadt fast zu bekannt ist. Man hat die Bilder schon tausendmal gesehen, bevor man überhaupt dort war. Gondeln, Markusplatz, Rialtobrücke, Kanäle. Alles schön, alles fotogen, alles irgendwie genau so, wie man es erwartet. Und vielleicht ist genau das das Problem.
Dazu kommen die vielen Touristen. Sehr viele Touristen. Teilweise auch mühsame Touristen. Menschen bleiben mitten auf Brücken stehen, blockieren enge Gassen, machen Selfies in jeder möglichen Körperhaltung und wirken, als hätten sie Venedig nur betreten, um es sofort wieder in ihr Handy zu pressen.
Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, wie das Ganze in der Hochsaison aussieht. Wahrscheinlich wie ein historisches Freilichtmuseum mit Stauwarnung für Fussgänger.
Natürlich hat Venedig schöne Momente. Wenn man früh unterwegs ist, sich in ruhigere Gassen verliert oder abseits der ganz grossen Spots landet, versteht man schon, warum diese Stadt so viele Menschen fasziniert. Dann ist da plötzlich wieder diese Magie: bröckelnde Fassaden, Spiegelungen im Wasser, kleine Brücken, leise Kanäle.
Aber für mich blieb Venedig trotzdem schwierig. Beeindruckend? Ja. Einzigartig? Absolut. Mein Lieblingsort in Italien? Eher nicht.
Vielleicht ist Venedig eine Stadt, die man einmal gesehen haben sollte. Und danach ist man auch nicht unglücklich, wenn man wieder etwas mehr Platz zum Atmen hat.
Flixbus
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Steckbrief
- Ort
- Venice, Italien
- Bereist
- Februar 2023
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