Bruny Island – Ferienidylle mit Seitenwind
Bruny Island bietet leere Strände, wilde Klippen und entspanntes Inselleben – mit Wind, der alles bestimmt.

Bruny Island klingt nach Ferienidylle. Und ist es auch. Zumindest solange man den Wind nicht unterschätzt. Schon die Überfahrt mit der Fähre machte klar: Hier regiert nicht der Wetterbericht, sondern das Wetter selbst. Sonne, Regen, Wind – manchmal alles innerhalb von zehn Minuten. Tasmanischer Alltag eben.
Die Insel ist zweigeteilt: grün und sanft hügelig im Norden, wilder und schroffer im Süden. Dazwischen liegt eine so schmale Landzunge, dass es wirkt, als hätte jemand beim Inselbauen kurz zu wenig Material eingeplant. Schön ist es trotzdem. Oder gerade deshalb.
Wir fuhren einfach herum, hielten an Aussichtspunkten, probierten Käse und liessen uns vom Wind einmal gründlich durchsortieren. Tanja wagte sich zum ersten Mal an Austern. Kulinarisch sicher interessant, emotional aber eher ein kleiner Belastungstest. Sagen wir es so: Nicht jede Premiere muss sofort zur neuen Leidenschaft werden.
Zwischendurch stoppten wir bei einem kleinen Brotkasten, wo man frisches, noch warmes Brot aus einer vertrauensbasierten Selbstbedienung holen konnte. Geld rein, Brot raus, glücklich sein. So einfach kann ein Inselhighlight manchmal sein.
Leere Strände, beeindruckende Klippen, gutes Essen und dieses herrlich unberechenbare Wetter: Bruny Island zeigte sich ziemlich genau so, wie man sich Tasmanien vorstellt. Schön, rau, charmant und immer mit genug Wind, damit man nicht vergisst, wo man gerade ist.
Steckbrief
- Ort
- Adventure Bay, Australien
- Erlebnis
- Entspannte Inselrundfahrt mit Käse, Austern und endlosem Wind
- Kontrast
- Sanfter grüner Norden, wilder schrofferer Süden
- Tipp
- Warmes Brot aus der vertrauensbasierten Selbstbedienung am Straßenrand
- Was bleibt
- Leere Strände, beeindruckende Klippen und unberechenbares Wetter
- Bereist
- November 2025