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Die Anreise von Don Det nach Vietnam war deutlich einfacher als erwartet.

Saigon ist laut, chaotisch und voller Energie – eine Stadt, die nie wirklich schläft. Die Cu Chi Tunnels zeigen ihre Geschichte, die Roller ihr Tempo.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 3. März 2026 Aktualisiert am 21. Juli 2026 3 Min. Lesezeit

Vietnam | Die Anreise von Don Det nach Vietnam war deutlich einfacher als erwartet. | Beitragsbild
Reiseziel Vietnam
Vor Ort Besucht im März 2026

Im Internet liest man dazu nicht nur gute Geschichten. Wir haben die Variante mit dem grösseren Bus gewählt. Der Car bringt einen direkt bis zur Grenze, wo Ausreise aus Laos und Einreise nach Vietnam gleich erledigt werden. Für uns lief alles erstaunlich unkompliziert: ein paar Stempel, kurz warten, und schon ging es auf der vietnamesischen Seite weiter.

Dann angekommen in Ho Chi Minh City. Roller überall. Wirklich überall. Sie kommen von links, rechts, hinten, vorne. Wer eine Strasse überqueren will, lernt schnell die wichtigste Regel: einfach gehen. Nicht rennen, nicht stoppen. Die Roller fliessen um einen herum wie Wasser um einen Stein.

Viele nennen die Stadt weiterhin einfach Saigon. Und irgendwie passt das besser. Der Name klingt schneller, lebendiger, weniger offiziell. Genau so fühlt sich die Stadt auch an.

Tagsüber ist sie heiss und laut. Cafés mit kleinen Plastikstühlen, Märkte voller Stimmen, Motorengeräusche, die nie ganz aufhören. Rund um den Ben Thanh Market wird gehandelt, gegessen, diskutiert. Alles gleichzeitig.

Zwischendurch tauchen immer wieder Spuren der Geschichte auf. Koloniale Gebäude, alte Postämter, Kirchen aus einer anderen Zeit. Und natürlich die Cu Chi Tunnels ausserhalb der Stadt.

Oben wirkt alles wie ein normaler Park. Dann zeigt der Guide auf ein kleines Loch im Boden. Deckel auf, jemand verschwindet, Deckel zu. Ich habe es kurz ausprobiert. Enge, Hitze, Erde. Mehr als ein paar Meter im Tunnel reichen völlig.

Tanja hat das ausgelassen – sie war schon einmal hier und wusste noch genau, wie sich das anfühlt.

Was bleibt, ist weniger das Erlebnis selbst als die Vorstellung, dass Menschen hier lange unter der Erde gelebt haben. Mit Krieg direkt über sich.

Saigon wirkt trotzdem nicht wie eine Stadt, die in der Vergangenheit hängen geblieben ist. Im Gegenteil. Überall wird gebaut. Neue Hochhäuser, Rooftop-Bars, Coworking-Spaces, Cafés mit gutem Espresso und erstaunlich stabilem WLAN.

Abends verändert sich die Stimmung. Die Hitze lässt nach, die Strassen werden noch voller. Auf Gehwegen sitzen Menschen auf kleinen Hockern, essen Nudelsuppe, trinken Bier aus Eisboxen. Das Leben spielt sich draussen ab.

Und irgendwo über der Stadt sitzt man plötzlich auf einer Dachterrasse, schaut auf ein Meer aus Lichtern und Rollern und denkt: Diese Stadt schläft wahrscheinlich nie wirklich.

Ho Chi Minh City ist chaotisch, laut und manchmal anstrengend.

Aber sie hat Energie.

Kurz-Facts

🛵 Stadt der Roller
Bei rund 9 Mio. Einwohnern gibt es ca. 10 Mio. Motorräder und Roller. Sie sind das wichtigste Verkehrsmittel.

📬 Ein Postamt mit Geschichte
In dieser Post arbeitete jahrzehntelang Duong Van Ngo, der für Menschen ohne Fremdsprachenkenntnisse Briefe an Behörden oder Verwandte schrieb.

☕ Kaffee gehört zum Alltag
Vietnam ist der zweitgrösste Kaffeeexporteur der Welt. Besonders beliebt ist Cà phê sữa đá – sehr starker Kaffee mit Kondensmilch und Eis.

👥 Eine junge Metropole
Mit einem Durchschnittsalter von etwa 32 Jahren und über 50 % der Bevölkerung unter 35 gilt die Stadt als eine der jüngsten und dynamischsten Metropolen Südostasiens.

Wo das war

Steckbrief

Ort
Ho Chi Minh City, Vietnam
Erlebnis
Über eine Million Roller fliessen durch die Strassen wie Wasser.
Kontrast
Koloniale Spuren und Cu Chi Tunnels treffen auf Hochhäuser und Coworking-Spaces.
Tipp
Beim Überqueren der Strasse einfach gehen, nicht rennen oder stoppen.
Was bleibt
Eine Stadt, die nie wirklich schläft und pure Energie ausstrahlt.
Bereist
März 2026

Häufige Fragen

Wie überquert man sicher die Strassen in Ho Chi Minh City?
Die wichtigste Regel lautet: einfach gehen. Nicht rennen, nicht stoppen. Die Roller fliessen um einen herum wie Wasser um einen Stein.
Wie war die Grenzüberquerung von Laos nach Vietnam?
Der Bus bringt einen direkt bis zur Grenze. Aus- und Einreise verliefen unkompliziert mit ein paar Stempeln und kurzer Wartezeit.
Was erwartet einen in den Cu Chi Tunnels?
Oben wirkt alles wie ein normaler Park. Unter der Erde zeigen schmale Tunnelöffnungen, wie Menschen hier im Krieg lange unter der Erde lebten. Die Enge, Hitze und Vorstellung davon bleiben im Gedächtnis.

Dieser Beitrag ist keine bezahlte Kooperation. Wir kennzeichnen gesponserte Inhalte und Kooperationen immer deutlich am Artikelanfang.

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