Georgetown ist wie ein Wimmelbild mit Hitze: Überall Farben, überall Menschen, überall Essen – und mittendrin zwei leicht überforderte Schweizer mit Kamera, Sonnencreme und Hunger.
Georgetown ist ein farbenfrohes Chaos aus Streetart, Essensständen und Brillenaffen – schön, aber auch überfordernd heiß und voll.

Los ging’s im Morgengrauen, weil wir Streetart schauen wollten, bevor die Sonne uns röstet wie Satay-Spiesse. Und wow – Georgetown hat definitiv mehr Kunst pro Quadratmeter als so manch europäisches Museum. Überall Murals. Richtig gute. Katzen auf Wänden, Kinder auf Motorrädern, kunstvoll verrostete Türen mit Charme und Geschichte. Andere Leute stellen sich dafür minutenlang in Pose, blockieren den Gehweg und testen ihre Schokoladenseite – wir schauen lieber kurz, sagen «Aha, schön» und gehen weiter. Kunstgenuss ohne Showeinlage
..
Die grösste Herausforderung dabei? Nicht gegen ein Moped zu laufen. Oder in eines. Georgetown hat viele Wandbilder – aber keinen Randstein, der dich warnt, wenn du rückwärts in den Verkehr trittst. Allgemein ist es nicht immer ungefährlich sich durch die Gassen zu bewegen.
Nach stundenlangem Streetart-Hüpfen und gefühlt über 100’000 Schritten, gab’s endlich das grosse Aaaaaah:
Kulinarisch! Volle Offensive. Dim Sum, Curry Mee, Laksa, Diverse Spiesse – alles, was die Töpfe und Woks der Stadt hergaben, wurde aufgespürt, probiert und für grandios befunden. Georgetown ist wie ein All-you-can-eat-Buffet, das sich über die ganze Stadt verteilt. Nur halt ohne Tischreservierung – man isst nicht, weil man Hunger hat, sondern weil’s da ist. Wir haben uns wortwörtlich den ganzen Tag durch die Stadt gegessen. Die Essstäbchen wurde zum Kompass.
Zwischendurch: Kaffee? Viel. Smoothie? Auch. Oder Rückzug ins Zimmer, Klimaanlage auf Schweizer Gletscher, Körper auf „bitte rebooten“. Georgetown ist wunderschön – aber nach fünf Minuten draussen fühlt man sich wie ein gegrilltes Chicken oder man wird von einem Regenguss so richtig nass.
Highlight? Der Botanische Garten mit Brillenaffen. Diese pelzigen Miniphilosophen haben uns angeschaut, als würden sie mehr wissen als wir. Sehr klug. Sehr haarig. Sehr unterhaltsam.
Night Market in Georgetown
Laut, chaotisch, köstlich. Überall brutzelndes Essen, Plastikstühle und Düfte, die dir das Hirn verdrehen. Perfekt für spontane Fressattacken ohne Plan – aber mit Geschmack. Und wir mittendrin, leicht überessen, leicht überhitzt, sehr zufrieden.
Abends: Love Lane. Ein Bier, ein Hocker, ein bisschen Chaos um uns herum – und plötzlich passt alles. Georgetown ist laut, bunt, voll und leicht überfordernd – aber auf die beste Art und das muss man erst mal verdauen. Mit Hopfenhilfe.
Steckbrief
- Ort
- George Town, Malaysia
- Erlebnis
- Streetart-Tour im Morgengrauen, kulinarische Entdeckungsreise den ganzen Tag und Brillenaffen im Botanischen Garten
- Kontrast
- Zwischen bunten Murals und brütender Hitze, zwischen Kunstgenuss und Moped-Slalom, zwischen Essensständen und klimatisiertem Rückzug
- Tipp
- Morgens starten wegen der Hitze, sich durch die Stadt essen und den Night Market nicht verpassen
- Was bleibt
- Ein farbenfrohes, kulinarisches Chaos, das überwältigt und begeistert zugleich
- Bereist
- Juni 2025