Hoi An hübsch aber touristisch.
Hoi An ist fotogen und touristisch zugleich, aber früh morgens oder spät abends findet man noch ruhige, nostalgische Momente.

Gelbe Häuser, dunkle Holzläden, kleine Gassen. Alles wirkt ein bisschen wie aus einer anderen Zeit. Früher war Hoi An ein wichtiger Handelshafen.
Chinesische, japanische und europäische Händler haben hier Spuren hinterlassen. Heute ist die Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe – und ziemlich fotogen aber auch ziemlich voll.
Tagsüber schlendert man durch die Gassen, schaut in kleine Läden, trinkt Kaffee in Innenhöfen. Schneider gibt es an jeder Ecke. Wer will, kann sich hier in 24 Stunden einen Anzug oder ein Kleid machen lassen. Stoff aussuchen, Mass nehmen, am nächsten Tag anprobieren.
Die eigentliche Bühne gehört aber dem Abend.
Sobald es dunkel wird, gehen überall Laternen an. Rote, gelbe, blaue. Hunderte davon hängen über den Strassen und spiegeln sich im Fluss. Boote treiben langsam vorbei, Touristen lassen kleine Kerzenlaternen ins Wasser. Es wirkt kitschig – aber auf eine angenehme Art.
Rund um den Japanese Covered Bridge wird es besonders voll. Menschen bleiben stehen, machen Fotos, laufen weiter. Ein ständiger Strom aus Besuchern, Lichtern und Stimmen.
Natürlich ist Hoi An längst kein Geheimtipp mehr. Tagsüber kommen Busse, Gruppen, Influencer mit Kamera. Aber wenn man früh am Morgen durch die Altstadt läuft oder spät am Abend am Fluss sitzt, findet man trotzdem ruhige Momente.
Dann wirkt die Stadt plötzlich wieder so, wie sie wahrscheinlich einmal war:
ruhig, warm, ein bisschen nostalgisch.
Paar Meter weiter ist man bereits wieder im Getümmel und hört überall live Musik aus den Bars dröhnen.
Eines Abends sind wir dann auch zufällig Tanja’s frühere Arbeitskollegin und ihrem Freund begegnet. Wir haben zusammen ein paar Bier getrunken, indisches Essen geschlemmt und herzlich gelacht – ein Abend zum Erinnern.
Hoi An ist vielleicht nicht authentisch im klassischen Sinn.
Aber sie zeigt genau, was sie ist – und macht das ziemlich gut.
Steckbrief
- Ort
- Hội An Ward, Vietnam
- Erlebnis
- Altstadt mit Laternen, Schneidern und geschäftigem Nachtleben.
- Kontrast
- Früh morgens ruhig und nostalgisch, tagsüber voller Touristengruppen.
- Tipp
- Früh am Morgen oder spät am Abend durch die Gassen laufen.
- Was bleibt
- Laternenlichter über dem Fluss und ein zufälliges Wiedersehen.
- Bereist
- März 2026
Häufige Fragen
Ist Hoi An sehr touristisch?
Was macht Hoi An besonders?
Kann man in Hoi An Kleidung schneidern lassen?
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