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Nigeria – fast gescheitert, dann kam Matt

Nach Absage und Improvisationen doch noch in Lagos gelandet – dank Matts Kontakten und einem Business-Visum. Der Roller kam separat nach.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 16. Juli 2023 Aktualisiert am 20. Juli 2026 2 Min. Lesezeit

Benin | Nigeria – fast gescheitert, dann kam Matt | Beitragsbild
Reiseziele Benin · Nigeria
Vor Ort Besucht im Juli 2023

Eigentlich dachte ich, dass ich Nigeria wohl auslassen müsste. Unglaublich schade, aber was will man machen. Visum nicht da, Grenze schwierig, Zeit knapp. Innerlich hatte ich das Kapitel Nigeria schon abgeschlossen.

Doch halt: Das ist Afrika. Und da gibt es ja noch Matt, unseren Tourguide. Eine absolute Legende mit vermutlich mehr Kontakten in Westafrika als manche Länder Einwohner haben. Für Matt scheint es kein echtes Nein zu geben. Höchstens ein „noch nicht“.

Also setzte er im Hintergrund alles in Bewegung, um auch mich irgendwie noch nach Nigeria zu bringen. Ich selbst hatte da längst aufgegeben.

Am Sonntag würde die gesamte Truppe sowieso weiter nach Lagos reisen. Mit oder ohne mich. Kein besonders beruhigender Gedanke, wenn man selbst noch in Cotonou sitzt und nicht weiss, ob das nächste Land für einen überhaupt erreichbar ist.

Doch am Samstag hielt Matt mir plötzlich ein Business-Visum auf meinen Namen unter die Nase. Damit konnte ich bei der Einreise ein Visum beantragen. Der Teufelskerl hatte es also tatsächlich geschafft. Das einzige kleine Problem: Dieses Dokument war eigentlich nur für die Einreise per Flugzeug gedacht.

Nach der ersten Absage war der Plan deshalb, dass ich gemeinsam mit der Gruppe bis zur Grenze fahre und dort meinen Roller verlade. Die restlichen rund 120 Kilometer bis Lagos müsste ich dann eben fliegen. Nicht ideal, aber immerhin eine Lösung.

Und wenn man schon mal an der Grenze steht, kann man sein Glück ja auch versuchen.

Am ersten Grenzübergang wurden dann allerdings zu meiner Überraschung gleich alle abgewiesen. Nicht nur ich. Unsere Roller durften nicht ins Land. Warum genau? Schwierig zu sagen. Auch das ist Afrika: sehr viele willkürliche Entscheidungen, oft ohne erkennbare Logik und meistens ohne besonders grosse Lust, sie zu erklären.

Gut. Dann also weiter zum zweiten Grenzübergang.

Dort war man zwar grundsätzlich nicht abgeneigt, aber offenbar nicht in der Lage, mir das Visum direkt an der Landesgrenze auszustellen. Es fehlten wohl die nötigen Geräte. Oder die richtige Person. Oder beides. Oder einfach der Moment.

Am Ende blieb mir nichts anderes übrig, als eine Nacht länger in Cotonou zu bleiben und am Montag nach Lagos zu fliegen. Nicht ganz der Plan, nicht ganz elegant, aber immerhin: Nigeria war doch noch nicht vom Tisch.

Es scheint also, als wären meine Abenteuer in Afrika noch nicht vorbei.

Praktisches

Anfahrt
Flug von Cotonou nach Lagos
Fahrzeit
20 Minuten Flugzeit
Fahrzeug
Roller wurde separat transportiert

Unsere Route

Steckbrief

Erlebnis
Visumskampf mit Happy End durch lokale Kontakte und Hartnäckigkeit
Kontrast
Geplante Rollerreise wurde zum Flug, während das Fahrzeug separat nachkam
Hinweis
Ein lokaler Guide mit Netzwerk kann Türen öffnen, die offiziell verschlossen scheinen
Was bleibt
Afrika bedeutet Flexibilität – Pläne sind Verhandlungssache
Bereist
Juli 2023

Häufige Fragen

Kann man mit einem Roller von Benin nach Nigeria einreisen?
Die Einreise mit Roller ist unzuverlässig und hängt stark vom jeweiligen Grenzübergang ab. Am ersten Grenzposten wurde die gesamte Gruppe mit Rollern abgewiesen, am zweiten fehlten die Geräte für ein Visum on Arrival. Eine Verladung und separate Einreise per Flug kann notwendig werden.
Wie bekommt man ein Visum für Nigeria, wenn die Botschaft ablehnt?
Ein Business-Visum kann als Grundlage für ein Visum on Arrival dienen, allerdings gilt dies offiziell nur für Flugreisende. Lokale Kontakte und Guides mit guten Verbindungen können entscheidend sein, um doch noch eine Lösung zu finden.
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