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Sibiu und Sighişoara – Altstadt, Pflastersteine und ein bisschen Mittelalterprogramm

Nach Turda ging es zuerst nach Sibiu.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 9. Juni 2026 Aktualisiert am 21. Juli 2026 3 Min. Lesezeit

Rumänien | Sibiu und Sighişoara – Altstadt, Pflastersteine und ein bisschen Mittelalterprogramm | Beitragsbild
Reiseziel Rumänien
Vor Ort Besucht im Juni 2026

Nach Turda ging es zuerst nach Sibiu. Schon nach den ersten Minuten war klar, warum die Stadt bei vielen Rumänien-Reisenden auf der Liste steht. Breite Plätze, schöne Fassaden, Restaurants, Cafés und diese typischen Dächer mit den kleinen Augenfenstern, die aussehen, als würde die Stadt einen die ganze Zeit leicht skeptisch beobachten. Sehr passend eigentlich. Wir beobachteten zurück.

Wir liefen durch die Altstadt, schauten uns die Plätze und Gassen an und machten nicht zu viel Programm. Genau richtig. Nach Schluchten, Salzmine und Camperleben tut so ein Stadtstopp immer mal gut. Ein bisschen herumlaufen, Kaffee trinken, essen und schauen, wie andere Menschen ihr normales Leben führen, während wir immer noch versuchten, unsere Route halbwegs sinnvoll zusammenzubasteln. Und sind wir ehrlich: In Städten hat man auch nie etwas dagegen, wieder auf richtig gebaute Toiletten zurückzugreifen.

Sibiu gefiel uns ziemlich gut. Nicht spektakulär im Sinne von: Man fällt rückwärts vor Begeisterung in den nächsten Brunnen. Aber angenehm, hübsch, entspannt und genau gross genug, um ein paar Stunden oder einen Tag gut zu füllen. Eine Stadt, die nicht lauthals singt, sondern eher ruhig sagt: Ja, ich bin schön, aber mach du ruhig in deinem Tempo.

Nach einer ruhigen Nacht am Fluss ging es weiter nach Sighişoara. Schon der Name klingt ein bisschen so, als müsste man ihn vorsichtig aussprechen, damit man nichts kaputt macht. Vor Ort wurde es dann deutlich einfacher: schöne Altstadt, bunte Häuser, Türme, enge Gassen und Kopfsteinpflaster in Mengen, bei denen jeder Rollkoffer innerlich kündigen würde.
Sighişoara ist eine dieser Städte, die ziemlich genau so aussieht, wie man sich ein kleines mittelalterliches Städtchen in Rumänien vorstellt. Nur mit mehr Souvenirshops, mehr Cafés und deutlich mehr Menschen, die irgendwo ein Foto machen. Trotzdem: hübsch ist es schon.
Wir liefen durch die Altstadt, schauten uns die alten Häuser, den Uhrturm und die Gassen an und liessen uns einfach ein bisschen treiben. Grosses Programm braucht es hier gar nicht. Man läuft hoch, runter, wieder hoch, merkt irgendwann, dass Pflastersteine und bequeme Schuhe sehr unterschiedliche Meinungen über den Tag haben, und landet dann am besten irgendwo bei Kaffee oder Essen.

Natürlich kommt man in Sighişoara auch nicht ganz am Dracula-Thema vorbei. Vlad Țepeș soll hier geboren worden sein, und das reicht natürlich, damit überall ein bisschen Vampir-Stimmung mitschwingt. Nicht übertrieben gruselig, eher touristisch-gruselig. Also die ungefährlichste Form von Dracula: mit Menükarte und Kühlschrankmagnet.

Uns gefiel Sighişoara trotzdem gut. Die Stadt ist klein genug, dass man sie entspannt anschauen kann, aber spannend genug, dass es nicht nach zehn Minuten erledigt ist. Bunt, schief, alt, etwas touristisch, aber mit viel Charme.

Die beiden historischen Städte waren eine willkommene Abwechslung. Mehr Gassen, Plätze und Cafés, weniger T4-Gewackel, mehr Kopfsteinpflaster-Gewackel. Rumänien bleibt also konsequent: Irgendetwas rüttelt immer. Stört uns aber nicht – ganz im Gegenteil.

Wo das war

Steckbrief

Ort
Sighișoara, Rumänien
Bereist
Juni 2026
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