Schlammvulkane, Regentag und Rückgabe mit Schweizer Match
Schlammvulkane blubbern unspektakulär, ein Regentag bremst, der T4 wird zurückgegeben – Rumänien endet mit Fussball statt Drama.

Nach dem Schlossprogramm ging es noch zu den Schlammvulkanen. Das klang zuerst nach grossem Naturdrama, war vor Ort aber eher die charmant-schräge Variante davon. Kleine Krater, blubbernder Schlamm, graue Landschaft und das Gefühl, irgendwo zwischen Mondoberfläche und sehr schlecht gelaunter Baustelle herumzulaufen.
Spektakulär im klassischen Sinn war es vielleicht nicht, aber definitiv speziell. Man steht da, schaut dem Boden beim Blubbern zu und denkt: Ja gut, auch das ist also Rumänien. Keine Berge, keine Schlösser, keine Holzkirchen. Einfach Schlamm, der wichtig tut. Hat uns trotzdem gefallen.
Einen Regentag hatten wir dann auch noch. Irgendwann musste es ja passieren. Nach ziemlich viel Glück mit dem Wetter kam Rumänien kurz mit der nassen Erinnerung um die Ecke, dass Reisen nicht nur aus Sonnenuntergang, Stellplatzromantik und Kaffee in hübschen Altstädten besteht. Also wurde es ein ruhigerer Tag. Nicht schlimm. Manchmal ist Regen auch einfach die offizielle Erlaubnis, weniger zu machen.
Danach rückte langsam die Rückgabe unseres grünen T4 näher. Nach Flussplätzen, wilden Strassen, Schluchten, Dörfern, Störchen, Schlössern und freundlichen Polizeikontrollen war das schon ein kleiner Abschied. Der T4 hatte seinen Job gemacht. Nicht glamourös, nicht schnell, aber zuverlässig genug, um uns einmal ziemlich quer durch Rumänien zu bringen.
Nach der Rückgabe gab es dann noch ein sehr passendes Kontrastprogramm: Public Viewing mit Schweizer Match. Gerade noch Camperleben, Schlammvulkane und rumänische Strassen, jetzt plötzlich wieder Fussball, Menschenmenge und Schweiz-Gefühl irgendwo in Bukarest. Auch nicht schlecht.
So endete unser Rumänien-Abschnitt ziemlich passend: ein bisschen chaotisch, ein bisschen nass, ein bisschen Fussball und mit dem Gefühl, dass dieses Land uns deutlich mehr geliefert hatte, als wir am Anfang erwartet hatten.
Steckbrief
- Ort
- Harsova, Rumänien
- Erlebnis
- Schlammvulkane und Regentag vor der Rückgabe
- Kontrast
- Von Camperleben und blubberndem Schlamm direkt zum Public Viewing in Bukarest
- Was bleibt
- Ein Land, das mehr lieferte als erwartet
- Bereist
- Juni 2026