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Mit dem grünen T4 durch Rumänien – Fluss, Felskopf und sehr gute Stellplätze

Spontan mit dem T4 durch Rumänien: Fluss, Felskopf, Dorfleben und Stellplätze, die man nicht weitersagen möchte.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 3. Juni 2026 Aktualisiert am 22. Juli 2026 3 Min. Lesezeit

Rumänien | Mit dem grünen T4 durch Rumänien – Fluss, Felskopf und sehr gute Stellplätze | Beitragsbild
Reiseziel Rumänien
Vor Ort Besucht im Juni 2026

Vor genau einer Woche sassen wir noch bei einer Wein-Degustation in Südafrika und haben an diesem Tag die Flüge nach Bukarest gebucht. Dachten wir zumindest, das wäre der spontane Teil der Geschichte. Dass wir eine Woche später mit einem grünen T4 durch Rumänien fahren würden, haben wir nämlich erst nach der Ankunft in Bukarest entschieden. Camper organisiert, losgefahren, passt.

Der erste Campingplatz lag direkt am Olt River. Ganz alleine, direkt am Fluss. Genau so, wie man sich das vorstellt, wenn man irgendwo in Rumänien mit einem Camper losfährt und hofft, dass die Realität ungefähr so nett ist wie die Idee im Kopf. War sie diesmal tatsächlich. Kein Lärm, kein Gedränge, nur Fluss, Natur und dieser schöne Moment, wenn man merkt: Ja, das könnte funktionieren mit uns und dem grünen T4.

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Dubova. Die Landschaft wurde wieder spannender, die Strassen kleiner und irgendwann stand da plötzlich ein riesiger Mann im Fels. Also nicht wirklich ein Mann, aber ein riesiger Kopf im Stein. Man fährt durch die Donau-Schlucht, schaut kurz aus dem Fenster und denkt: Ah. Rumänien hat also auch Felsgesichter. Warum auch nicht.

In der Gegend bei Dubova übernachteten wir wieder. Nicht viel Programm, aber genug Landschaft, um zufrieden zu sein. Wasser, Felsen, Strassenkurven und das Gefühl, dass Rumänien langsam zeigt, was es ausser Bukarest noch so kann. Und das ist einiges.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter durch Dörfer, in denen die Zeit stellenweise etwas langsamer läuft. Störche auf Dächern, alte Menschen am Strassenrand, kleine Häuser, Hunde, Hühner, Schlaglöcher und immer wieder diese Mischung aus charmant, schräg und leicht improvisiert. Rumänien wirkt manchmal, als hätte niemand wirklich aufgeräumt, aber genau das macht es auch interessant.

Corvin Castle schauten wir uns von aussen an. Mehr musste für uns in dem Moment auch nicht sein. Schon von aussen ist das Ding ziemlich eindrücklich. Türme, Brücke, Mauern, Mittelaltergefühl – alles da. Man steht davor, macht ein paar Fotos und kann sich gut vorstellen, dass hier früher niemand mit Rückenproblemen wohnen wollte. Viele Treppen, viel Stein, wenig Fussbodenheizung.

Danach ging es weiter Richtung Baita. Und dort fanden wir dann einen dieser Plätze, bei denen man sofort weiss: Der war gut. Richtig gut. Kein offizielles Camping-Drama, kein grosser Auftritt, einfach ein schöner Ort in der Natur, an dem alles passte. Der grüne T4 stand, wir standen daneben, schauten uns kurz um und waren uns ziemlich schnell einig: Genau wegen solchen Plätzen macht man das.

Während wir dort waren, kam noch ein Schäfer vorbei, der uns freundlich grüsste und fragte, wo wir herkommen. „Switzerland“ verstand er nicht, bei „Helvetia“ nickte er sofort. Englisch sprach er keines, dafür viel Rumänisch, und immer wieder fiel „Zurig“. Er meinte, er kenne dort jemanden und wollte, dass wir es googeln. Keine Chance – seinen Bekannten mit dem Kleidergeschäft in der Altstadt von Zürich haben wir weder gefunden noch gekannt. Vielleicht war es auch gar kein Kleidergeschäft, wer weiss.
Kein Rumänisch bei uns, kein Englisch bei ihm – trotzdem hat man sich bestens verstanden, auf seine Art.

Rumänien hatte damit nach kurzer Zeit schon geliefert. Ein etwas chaotischer Start in Bukarest, dann Flusscamping, Donau-Schlucht, Felskopf, Dorfleben, ein Schloss von aussen und am Ende ein Stellplatz, der direkt in die Kategorie «bitte nicht weitersagen» gehört. Passt. Sehr sogar.

Praktisches

Anfahrt
Flug nach Bukarest, Camper vor Ort organisiert
Fahrzeug
Grüner T4
Zeitbedarf
Mehrere Tage, Campingplätze am Olt River, bei Dubova und bei Baita

Wo das war

Steckbrief

Ort
Căinelu de Sus, Rumänien
Erlebnis
Mit einem spontan organisierten grünen T4 durch Rumänien, von Flussplätzen bis zur Donau-Schlucht.
Kontrast
Zwischen improvisiertem Dorfleben und perfekten Stellplätzen in der Natur, die niemand erwartet hätte.
Tipp
Den Stellplatz bei Baita nicht weitersagen – einer dieser Orte, bei denen einfach alles passt.
Was bleibt
Das Gefühl, dass Rumänien mehr kann als Bukarest und dass spontan manchmal am besten funktioniert.
Bereist
Juni 2026

Häufige Fragen

Wie spontan kann man in Rumänien einen Camper organisieren?
Sehr spontan. Der Camper wurde erst nach der Ankunft in Bukarest organisiert, hat aber problemlos funktioniert.
Lohnt sich Corvin Castle auch von aussen?
Ja. Schon von aussen ist das Schloss mit Türmen, Brücke und Mauern sehr eindrücklich und vermittelt ein echtes Mittelaltergefühl.
Wie ist das Dorfleben in Rumänien?
Charmant und improvisiert. Störche auf Dächern, alte Menschen am Strassenrand, Hunde, Hühner und Schlaglöcher prägen das Bild – nicht aufgeräumt, aber genau deshalb interessant.
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