Wheatbelt – Wellen aus Stein, Hunde im Himmel und Zwerge im Überfluss
Wave Rock ist spektakulär, aber Hundefriedhof und Gnomesville machen die Wheatbelt erst richtig unvergesslich – surreal und herzerwärmend zugleich.

Die Wheatbelt-Region ist Australiens Antwort auf die Frage: „Wie weit kann Weite gehen?“
Kilometerlang Felder, Staub und Strassen, die so gerade sind, dass man fast vergisst zu lenken. Und plötzlich – mitten im Nirgendwo – steht sie da: die Wave Rock.
Eine perfekt geformte Welle aus Granit, als hätte jemand den Ozean angehalten und versteinert. 15 Meter hoch, 110 Meter lang, glattgeschliffen vom Wind und älter als jedes Surfbrett der Welt.
Man steht davor, staunt, und fragt sich, warum es hier keine Surfbretter mit Rollen gibt. Oben drauf: weite Sicht und das Gefühl, wirklich in der Mitte von Nichts zu stehen – auf die schönste Art.
Gleich nebenan dann das nächste Highlight: ein Hundefriedhof. Kleine Grabsteine, liebevoll bemalt, mit Namen wie „Rex“, „Bluey“ oder „Good Boy“. So skurril, dass es schon wieder herzerwärmend ist. Ein stiller Ort, an dem man kurz innehält – und dann doch lächelt.
Und weil der Wheatbelt gerne überrascht, wartet am Ende noch Gnomesville: ein Wald voller Gartenzwerge. Hunderte, nein tausende kleine Figuren – bunt, schräg und völlig übertrieben. Zwischen Bäumen, auf Baumstämmen, mitten im Matsch. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit – oder zumindest eine kleine Plastikschaufel.
Wave Rock, Hundefriedhof, Gnomesville – klingt absurd, ist es auch. Aber irgendwie fängt genau das den Charme des australischen Hinterlands perfekt ein: ein bisschen surreal, ein bisschen rührend, und ganz sicher unvergesslich.
Steckbrief
- Ort
- Hyden, Australien
- Erlebnis
- Eine versteinerte Granitwelle mitten im Nirgendwo, gefolgt von skurrilen Überraschungen.
- Kontrast
- Zwischen endloser Weite und plötzlichen, fast absurden Sehenswürdigkeiten.
- Tipp
- Nicht nur Wave Rock anschauen – Hundefriedhof und Gnomesville gehören dazu.
- Was bleibt
- Das Gefühl, dass das australische Hinterland herrlich unvorhersehbar ist.
- Bereist
- Oktober 2025