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Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön. Wer immer das gesagt hat, kann mich mal.

Meine Reise führte mich auf einem handelsüblichen Frachtschiff von Calabar in Nigeria nach Tiko in Kamerun und offenbarte mir eine völlig neue…

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 24. Juli 2023 Aktualisiert am 21. Juli 2026 4 Min. Lesezeit

Afrika | Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön. Wer immer das gesagt hat, kann mich mal. | Beitragsbild
Reiseziel Afrika
Vor Ort Besucht im Juli 2023

Meine Reise führte mich auf einem handelsüblichen Frachtschiff von Calabar in Nigeria nach Tiko in Kamerun und offenbarte mir eine völlig neue Perspektive des fortbewegenden Reisens und der maritimen Pracht.
Aus Sicherheitsgründen haben wir die Grenzen zwischen Nigeria und Kamerun auf dem Schiff überquert. Als erstes mussten also mal die Scooter bis nach Calabar gelangen. Dies ginmbg erstaunlich glatt. Danach musstem wir den Zeitpunkt abwarten bis unser Fracht-Schiff überhaupt da und entladen war. Und das geht in Nigeria wohl meisten ein wenig länger als an vielen anderen Orten. Die Fracht wird noch händisch aus dem Schiff getragen. Stück für Stück, Box für Box oder was auch immer gerade geladen ist. Und wann man das alles zuerst noch aus dem Bauch des Frachters nach oben befördern muss, dauert das dann halt 2-3 Tage.
Und wenn es regnet, geht erstmal gar nichts. Und es kann regnen. Aber so richtig. Und natürlich tut es das auch als unser Schiff eigentlich beladen werden sollte. Also mindestens 1 Tag zusätzlich.

Trotzdem können wir schon früher als gedacht in See stechen. Unsere Scooter werden bereits am Vortag verladen
Es begann also an einem frühen Morgen, als wir den Hafen von Calabar erreichte. Die Nebelschwaden hingen tief, während ich den Anblick des Frachtschiffs vor mir bestaunte. Es war ein imposanter Anblick, mächtig und eindrucksvoll, und ich konnte den beinahe spürbaren Puls der Besatzung spüren, die mit vorsichtiger Eile die letzten Vorbereitungen für unsere bevorstehende Abfahrt trafen. Freundliche Matrosen nahmen mich in Empfang und halfen mir, mein Gepäck an Bord zu bringen. Der Herr beim Zoll war dann wiederum eher seltsam. Ich will nur ausreisen, keine 30 Minuten Story über die Problematik mit Einwanderung hören.

Das Innere des Schiffes war ein wahres Labyrinth aus Kisten, Fässern und anderen Ladungsstücken, die ich zuvor nur aus Bildern kannte. Es roch nach unbezahlbarer Abenteuerhaftigkeit. Die Geräusche der Maschinen, das Auf und Ab der Matrosen, all das verlieh dem Ort eine atmosphärische Intensität. Es war klar, dass dies ein Arbeitsplatz war, an dem die Hingabe jedes Einzelnen zu spüren war.

Kabinen gab es nur für den Kapitän und die Besatzung. Zusammen mit 12 anderen sitze ich nun in der Kojüte. Irgendwie findet man dann aber doch irgendwie Platz. Hier kommt mir meine Grösse wieder mal zu gute.

Während der folgenden Stunden war ich oft an Deck, um die frische Seeluft zu geniessen. Der Ausblick auf das weite Meer war atemberaubend. Der Ozean, welcher sich in seiner tiefblauen Pracht bis zum Horizont erstreckte, war ein Anblick, der meine Seele in einen Zustand der ruhigen Begeisterung versetzte. Hier und da erblickte ich Bohrinseln in der Ferne, die majestätisch an uns vorbeizogen, und das spezielle daran, diese haben oft einen Brennenden Punkt. Sie sehen irgendwie aus, wie eine Lampe aus 1001 Nacht.

Die Stunden vergingen dann aber nicht wirklich wie im Fluge, dass das Boote über Stunden heftig schaukelt hilft nicht bei der Reise. So kommt es wie es kommen muss, sobald die Sonne den Horizont erreicht, macht mein Magen schlapp. Nur mit viel Müh und Not, dem sich hinlegen und Augen schliessen, schaffe ich knapp, meinen Magen Inhalt nicht den Fischen anzubieten.

Schließlich erreichten wir nach 20 Stunden den Hafen von Tiko in Kamerun. Ein wahrlich spektakulärer Anblick, der sich da vor mir entfaltete. Grüne Hügel erstreckten sich entlang der Küste und schufen eine idyllische Kulisse. Das Entladen der Fracht begann sofort, und ich beobachtete gebannt, wie die Matrosen ihre Aufgaben mit einer beispielhaften Präzision erledigten. Als erstes waren aber unsere Scooter dran. Wie so oft dauert das dann aber doch länger als gedacht. Und während der Wartezeit, sind wir weissen natürlich die Hauptattraktion. Angestarrt werden ist in Westafrika sowieso gang und gäbe.

Meine abenteuerliche Fahrt mit dem Frachtschiff von Calabar nach Tiko in Kamerun wird mir ein Leben lang in Erinnerung verankert bleiben. Sie bot mir nicht nur einen fesselnden Einblick in den internationalen Handel und die Schifffahrt, sondern eröffnete mir auch ein Tor zu den Geschichten und Herausforderungen mutiger Seefahrer. Aber auch die Unannehmlichkeiten wurden .or sehr gut aufgezeigt

Unsere Route

Steckbrief

Bereist
Juli 2023
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