Fazit Afrika – Staub, Tiere und ein Zelt mit Charakter
Afrika war intensiv, staubig und wild – kein Hochglanztrip, sondern ein grosses Abenteuer mit Tieren, Weite und vielen Zeltnächten mittendrin.

Afrika war kein leiser Reiseabschnitt. Eher einer, der einem direkt ins Gesicht bläst. Mit Staub, Wind, Sonne, Kälte, langen Fahrten, wilden Tieren und Campingplätzen, bei denen man manchmal nicht ganz sicher war, ob sie offiziell existieren oder einfach jemand ein Schild in die Landschaft gestellt hat.
Wir haben in diesen Wochen viel gesehen. Pilanesberg als ersten richtigen Safari-Vorgeschmack, Victoria Falls mit ihrer ganzen Wucht, Chobe mit Elefanten fast im Überfluss, das Okavango Delta mit Wasserwegen, Papyrus und dieser speziellen Ruhe, die nur hält, bis irgendwo ein Hippo beleidigt schnaubt. Dazu Namibia mit endlosen Strassen, Sossusvlei, Fish River Canyon, Swakopmund, Robben, Dünen, Weite und Landschaften, die manchmal so leer waren, dass selbst Google Maps kurz nachdenklich wirkte.
Es war wunderschön. Aber nicht immer bequem. Afrika bedeutet eben nicht nur Sonnenuntergang, Safari und Giraffe im goldenen Licht. Es bedeutet auch kalte Nächte im Zelt, frühes Aufstehen, staubige Schuhe, einfache Duschen, lange Distanzen und die tägliche Frage, ob man wirklich schon wieder alles einpacken muss. Spoiler: meistens ja.
Gerade das machte es aber auch aus. Man ist draussen. Wirklich draussen. Nicht Hotel-draussen mit hübscher Terrasse, sondern Zelt-draussen mit Stirnlampe, Fleecejacke und dem Geräusch, das man nachts lieber nicht zu genau identifiziert. Man gewöhnt sich daran. Irgendwann sogar erstaunlich gut.
Besonders eindrücklich waren natürlich die Tiere. In Pilanesberg ging es damit schon stark los, und später wurde es nicht weniger: Elefanten am Fluss, Hippos im Wasser, Giraffen zwischen Bäumen, Löwen irgendwo in der Ferne oder manchmal näher als erwartet. Safari ist schon speziell. Auch wenn man nach ein paar Tagen beginnt, Sätze zu sagen wie: «Ach, nur ein Impala.» Spätestens dann weiss man, dass man privilegiert verwöhnt ist und kurz einen Realitätscheck braucht.
Aber Afrika war nicht nur Tiere. Es waren auch Begegnungen, Geschichten und Gegensätze. Die San People, deren Wissen beeindruckt, aber deren heutige Situation auch nachdenklich macht. Orte, die touristisch wunderschön sind, aber gleichzeitig zeigen, dass Reisen nicht immer nur einfache Postkartenmomente liefert. Man schaut, staunt, geniesst – und merkt manchmal auch, dass nicht alles leicht einzuordnen ist.
Am Ende kamen wir in Cape Town an. Nach Wochen im Zelt plötzlich wieder Bett, Dusche, Stadt, Kaffee und Weingläser statt Campingbecher. Das war schön. Sehr schön sogar. Aber auch ein bisschen komisch. Man ist froh über Komfort und vermisst gleichzeitig schon fast wieder das einfache Chaos unterwegs. Fast.
Unser Afrika-Abschnitt war intensiv, staubig, wild, manchmal kalt, oft wunderschön und selten langweilig. Kein perfekter Hochglanztrip, sondern eher ein grosses, etwas unordentliches Abenteuer mit vielen starken Bildern im Kopf. Genau so bleibt es wohl auch hängen: als Reise voller Tiere, Weite, Zeltmomente, rotem Sand und dem Gefühl, dass man hier nicht einfach nur unterwegs war, sondern wirklich mittendrin.
Steckbrief
- Erlebnis
- Camping mit Safaris, von Pilanesberg über Chobe bis Sossusvlei, immer mittendrin statt nur Beobachter
- Kontrast
- Zwischen wilden Tieren und kalten Zeltnächten, zwischen Staubpisten und Cape Towns Komfort
- Hinweis
- Sich daran gewöhnen, dass Safari-Alltag auch heisst: früh aufstehen, alles einpacken, draussen sein
- Was bleibt
- Tiere, Weite, roter Sand und das Gefühl, wirklich mittendrin gewesen zu sein
- Bereist
- Mai 2026