Neuseeland – Nordinsel: Wiedersehen, ein bisschen Filmset und ganz nach oben
Entspannte Rundreise mit Wiedersehen und Sommerweihnachten – weniger Highlights, mehr Zeit für Begegnungen und bekannte Orte.

Unsere Zeit auf der Nordinsel von Neuseeland begann nicht mit Sightseeing, sondern mit einem Wiedersehen.
Der Besuch bei Mike, Marcels Freund, nach fast zehn Jahren war der eigentliche Startpunkt – zusammensitzen, reden, lachen, feststellen, dass sich vieles verändert hat und einiges erstaunlich gleich geblieben ist. Kein Programm, kein Plan, einfach Zeit, genau richtig.
Es war für uns beide die zweite Reise nach Neuseeland, was vieles gleich entspannter machte. Jeder von uns hatte das Land schon einmal besucht, allerdings nicht gemeinsam – aber lustigerweise beide im Jahr 2016.
Diesmal mussten wir nichts „abhaken“, wir liessen uns Zeit, gingen noch einmal zu Orten, die wir beim letzten Mal verpasst hatten, oder kehrten bewusst zu den Plätzen zurück, die uns besonders positiv in Erinnerung geblieben waren.
Während unseres Aufenthalts bei Mike und seiner Familie, in ihrem Haus im Grünen nördlich von Auckland, schliefen wir in einem umgebauten Gartenhäuschen. Ruhig, einfach, sehr angenehm. Und da war noch Coco, Mikes Hund, der fast ein bisschen unser Herz gestohlen hat. Unaufgeregt, freundlich, immer in der Nähe – genau passend zur Stimmung dieser Tage.
Danach ging es langsam südwärts Richtung Wellington, mit ein paar Stopps, die man hier fast automatisch mitnimmt. Hobbiton war einer davon. Auch wenn man kein Hardcore-Fan ist, liegt das Set wunderschön in der Landschaft, alles ist liebevoll gemacht, und man merkt schnell, warum der Ort so beliebt ist. Es fühlt sich weniger nach Filmkulisse an als nach einem sehr gepflegten Dorf, das zufällig berühmt wurde.
Weiter nach Rotorua, wo der Schwefelgeruch unmissverständlich klar macht, dass hier unter der Oberfläche permanent etwas arbeitet. Blubbernde Erde, Dampf, heisse Quellen – nicht spektakulaer im Action-Sinn, aber eindrücklich. Danach ein Abstecher nach Taupo. Der See bringt Weite und Ruhe, ein guter Ort, um kurz durchzuatmen, bevor es weitergeht.
In Wellington verbrachten wir Weihnachten. Sommerweihnachten mit Wind, Meerblick und Cappuccino statt Glühwein, dazu lange Tage und warmes Licht bis in den Abend hinein. Dieses entspannte Sommergefühl stellt sich ganz selbstverständlich ein, etwas, das wir beide sehr geniessen und woran man sich erstaunlich schnell gewöhnen könnte, besonders wenn man an den Winter zu Hause denkt.
Für Silvester ging es nochmals zurück zu Mike. Kein Partyzwang, eher gemütlich, entspannt, mit Gesprächen statt Countdown-Hektik – ein sehr angenehmer Jahreswechsel.
Erst danach zog es uns in den hohen Norden, bis nach Cape Reinga. Die Fahrt dorthin gehoert zum Erlebnis: wenig Verkehr, viel Grün, lange Strecken ohne Ablenkung. Am Ende steht der Leuchtturm dort oben, wo Tasmansee und Pazifik aufeinandertreffen. Wind, Weite, Meer – ein klares Gefühl, wirklich am Ende der Strasse zu stehen. Kein Spektakel, aber ein starker Ort.
Die letzten Tage verbrachten wir nochmals bei Mike, bevor es für eine letzte Nacht nach Auckland ging. Grossstadt, aber entspannt: Hafen, Wasser, Kaffee, ein kurzer urbaner Abschluss, ohne dass es laut oder stressig wurde.
Fazit
Die Nordinsel hat sich für uns weniger über Sehenswürdigkeiten definiert als über Tempo und Begegnungen. Vielleicht auch, weil es nicht das erste Mal war – diesmal aber gemeinsam. Wiedersehen, unterwegs sein, zwischendurch bekannte Highlights, dann wieder lange Momente der Ruhe, die besonders hängen bleiben.
Steckbrief
- Erlebnis
- Zweite Neuseelandreise, diesmal gemeinsam und ohne Abhak-Zwang.
- Kontrast
- Sommerweihnachten in Wellington statt Winter zu Hause.
- Hinweis
- Cape Reinga – die Fahrt dorthin gehört zum Erlebnis.
- Was bleibt
- Wiedersehen mit Mike, Hund Coco und die Ruhe zwischen den Orten.
- Bereist
- Dezember 2025