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Sofia, Thessaloniki und Korfu – über Land Richtung Pause

Nach Rumänien ging es weiter nach Sofia.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 22. Juni 2026 Aktualisiert am 28. Juli 2026 3 Min. Lesezeit

Bulgarien | Sofia – irgendwo zwischen Rom, Sozialismus und Gegenwart | 19
Reiseziel Griechenland
Vor Ort Besucht im Juni 2026

Nach Rumänien ging es weiter nach Sofia. Nicht, weil wir Bulgarien gross geplant hatten, sondern weil es auf dem Weg perfekt lag. Genau in der Mitte, praktisch für einen Stopp und gut genug, um nicht einfach nur umzusteigen und weiterzurennen.

Sofia hat dafür völlig gereicht. Wir bekamen einen ersten Eindruck von Bulgarien, liefen ein bisschen herum, assen etwas, schauten uns die Stadt an und merkten: Kann sich absolut sehen lassen. Mehr als ein Zwischenstopp war es zwar nicht, aber ein guter. Auch die Fahrt durchs Land zeigte mehr, als wir erwartet hatten. Viel Grün, Hügel, Landschaft, die spannend aussah und Lust machte, irgendwann vielleicht etwas mehr von Bulgarien zu sehen. Für diesmal blieb es aber beim guten Zwischenstopp.

Weiter ging es mit dem Bus nach Thessaloniki. Für Marcel war Griechenland damit ein neues Land auf der Liste, was natürlich immer ein kleiner Moment ist. Wir hatten ein kleines Studio für drei Nächte, also genau das, was man unterwegs manchmal braucht: eigene vier Wände, Wäsche waschen, kurz sortieren und dabei nicht das Gefühl haben, gleich wieder alles einpacken zu müssen.

Thessaloniki gefiel uns schnell. Nicht unbedingt wegen einer bestimmten Sehenswürdigkeit, sondern wegen dem Flair. Stadtleben, Meer in der Nähe, volle Cafés, gutes Essen und überall Espresso Freddo. Griechenland kann Kaffeepause offenbar sehr ernst nehmen. Gefällt uns.

Wir fingen langsam an, uns durch die griechische Küche zu probieren. Nicht wissenschaftlich, eher konsequent. Ein bisschen Gyros, ein bisschen Souvlaki, etwas Brot, etwas Dip, etwas, bei dem man nicht ganz sicher ist, wie man es ausspricht, aber es schmeckt. So lernt man ein Land auch kennen. Vielleicht sogar besser als im Museum.

Nach drei Nächten war klar: Wir wollen mehr Meer. Also buchten wir den Bus nach Igoumenitsa, einmal quer durch Griechenland. Die Fahrt war lang, aber gut machbar. Landschaft, Pausen, Blick aus dem Fenster und irgendwann dieses Gefühl, dass man dem Wasser näher kommt.

Von Igoumenitsa ging es dann mit der Fähre rüber nach Korfu. Alles mit öffentlichem Verkehr, und ehrlich gesagt funktionierte es ziemlich gut. Bus, Hafen, Fähre, ankommen. Kein grosses Drama, keine komplizierte Aktion. Einfach reisen, wie man es sich immer wünscht, aber selten ganz glaubt.

Auf Korfu war dann nicht mehr viel geplant. Und genau das war der Plan. Vier Tage nichts machen, etwas chillen, ans Wasser, essen, schlafen, wieder ans Wasser. Kein schlechtes Gewissen, keine Liste, kein «das müssten wir noch anschauen». Einfach ein paar Tage Pause.

Korfu passte dafür perfekt. Nicht als grosses Abenteuer, sondern als weiche Landung nach viel Bewegung. Manchmal braucht es keinen Höhepunkt, sondern nur einen Ort, an dem man bleiben kann, ohne dauernd weiterzudenken. Für uns war das genau richtig.

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