Oradea bis Cluj – Flussplatz, Holzkirche und ein Friedhof mit Humor
Holzkirche, bunter Friedhof und Flussplätze – Rumäniens Norden ist ruhig, traditionell und voller Überraschungen. Cluj bringt dann wieder urbanes Leben.

Nach unserem schönen Platz bei Baita ging es weiter Richtung Oradea. Die Stadt nahmen wir eher als Zwischenstopp mit, aber übernachten konnten wir wieder sehr schön: direkt am Fluss. Rumänien kann solche Plätze wirklich gut. Man fährt irgendwo raus, schaut ein bisschen herum und plötzlich steht man wieder an einem Ort, der besser ist als viele offizielle Campingplätze. Nur ohne Rezeption, dafür mit mehr Ruhe.
Von Oradea ging es weiter in den Norden, bis fast an die Grenze zur Ukraine. Die Gegend fühlte sich nochmals anders an. Ländlicher, traditioneller, ein bisschen abgelegener. Dörfer, Hügel, kleine Strassen, Holzhäuser und immer wieder diese Mischung aus schön, einfach und leicht aus der Zeit gefallen.
Săpânța: Kirche und Friedhof
Dort schauten wir uns die Holzkirche in Săpânța an. Und klein ist die definitiv nicht. Der hohe Turm ragt ziemlich eindrücklich in den Himmel und wirkt fast ein bisschen zu gross für die ruhige Umgebung. Trotzdem passt sie irgendwie perfekt dorthin: viel Holz, viel Handwerk, viel Rumänien. Kein protziger Steinpalast, sondern eher ein grosses Holzzeichen dafür, dass man hier im Norden nochmals in einer ganz eigenen Ecke des Landes gelandet ist.
Danach kam noch der fröhliche Friedhof. Ein Friedhof klingt ja normalerweise nicht nach guter Laune, aber hier ist das Konzept ein anderes. Bunte Kreuze, kleine Geschichten, teils mit Humor, teils ziemlich direkt. Tod, aber ohne ganz so viel Pathos. Ungewöhnlich, etwas schräg, aber genau deshalb spannend.
Übernachtet haben wir danach in Breb, an einem kleinen See. Sehr gemütlich. Einer dieser Orte, an denen man eigentlich gar nicht viel braucht. Auto hinstellen, Stühle raus, schauen, fertig. Nach den Fahrten durch Dörfer, Kurven und manchmal etwas abenteuerliche Strassen war das genau richtig.
Die Strecke nach Cluj
Heute ging es weiter nach Cluj. Die Strasse war stellenweise wieder ziemlich wild. Nicht unbedingt schlecht im dramatischen Sinn, aber so, dass man im T4 wach bleibt. Schlaglöcher, Kurven, langsame Fahrzeuge, schnelle Fahrzeuge, und manchmal weiss man nicht ganz, ob die Strasse gerade offiziell noch Strasse oder schon Charaktertest ist.
Cluj fühlt sich nach den letzten Tagen wieder ganz anders an. Eine spannende Uni-Stadt mit viel Leben, Cafés und Leuten unterwegs.
Für die Nacht haben wir uns ein Hotelzimmer gegönnt – und eine richtige Dusche tat ehrlich gesagt richtig gut. Nach Tagen im Camper weiss man solche Dinge wieder zu schätzen.
Jetzt ziehen wir noch ein bisschen durch die Stadt, trinken einen Kaffee, ein oder zwei Bier und geniessen die Abwechslung, bevor es wieder aufs Land geht.
Praktisches
- Anfahrt
- Von Oradea nordwärts Richtung ukrainische Grenze, dann über Săpânța und Breb nach Cluj.
- Kostenrahmen
- Hotelzimmer in Cluj nach mehreren Nächten im Camper.
- Fahrzeug
- T4 Camper
- Zeitbedarf
- Mehrere Tage für Oradea, Holzkirche, Friedhof, Übernachtung in Breb und Cluj.
Steckbrief
- Erlebnis
- Vom ruhigen Flussplatz über Holzkirche und bunten Friedhof bis zur lebendigen Uni-Stadt Cluj.
- Kontrast
- Ländliche Traditionen im Norden treffen auf urbanes Studentenleben in Cluj.
- Hinweis
- Flussplätze in Rumänien sind oft besser als offizielle Campingplätze – einfach mal rausfahren und schauen.
- Was bleibt
- Die Holzkirche, der humorvolle Friedhof und die Freude über eine richtige Dusche nach Tagen im Camper.
- Bereist
- Juni 2026