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Victoriafälle: Sonnenaufgang, Preise und mein Sprung in den Devil’s Pool

Die Victoriafälle — Mosi-oa-Tunya, «der Rauch, der donnert» — wirken so groß, dass man sich fragt, ob die Erde hier nicht ein bisschen übertrieben hat. Ich war zweimal dort: diesmal für einen frühen Sonnenaufgang, vor zwei Jahren beim Schwimmen im berüchtigten Devil’s Pool.

Von Marcel & Tanja Veröffentlicht am 17. Oktober 2023 Aktualisiert am 27. Juli 2026 6 Min. Lesezeit

Majestätischer Wasserfall der Victoriafälle inmitten der Natur.
Reiseziel Simbabwe
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Die Victoriafälle — Mosi-oa-Tunya, «der Rauch, der donnert» — wirken so groß, dass man sich fragt, ob die Erde hier nicht ein bisschen übertrieben hat. Ich war zweimal dort: diesmal für einen frühen Sonnenaufgang, vor zwei Jahren beim Schwimmen im berüchtigten Devil’s Pool.

Es gibt Orte, die so gewaltig sind, dass man beim ersten Anblick kurz innehält. Die Victoriafälle gehören dazu. Sie bilden die natürliche Grenze zwischen Simbabwe und Sambia und gelten als die größten Wasserfälle der Welt – je nachdem, welche Metrik man anlegt (Höhe, Breite, Wasservolumen).

Heute stehe ich wieder früh auf: Der Nationalpark öffnet um 6:00 Uhr, die Sonne geht um 6:07 Uhr auf. Es ist Trockenzeit, die Fälle führen weniger Wasser als in der Regenzeit, dennoch dominiert die Szenerie.

Ein teurer Sonnenaufgang

Wer den Sonnenaufgang erleben will, muss pünktlich sein. Ich war praktisch beim Öffnen des Tores schon da. Vorteil: kaum Souvenirstände, kaum andere Touristen. Die Händler fehlen, die Klimaanlagen in den Hotels gewinnen offenbar noch die Oberhand.

Dann das kleine Schockmoment: Der Eintritt kostet 50 US-Dollar. Fünfzig. Vor zwei Jahren zahlte ich noch 35 Dollar; auf der sambischen Seite waren es damals 20 Dollar. Ich schaue mein Portemonnaie an und bin kurz verstimmt. Preisentwicklung und unterschiedliche Tarife je nach Seite sind Teil der Erfahrung geworden.

Trotzdem: Ich bleibe. Ich habe den Sonnenaufgang gesehen, ohne Menschenmengen, und das ist ein Luxus, den Geld nicht kaufen kann — auch wenn man hier das Gegenteil denken könnte.

Die donnernde Schönheit

Je näher ich dem Aussichtspunkt komme, desto weniger interessiert mich der Eintrittspreis. Die Fälle sind eine gewaltige Maschine aus Wasser und Stein. In der Trockenzeit zeigen sie sich in Abschitten; bei mir ergibt das eher eine halbkreisförmige Parade von Sturzbächen, die in die Schlucht fallen.

Der Nebel legt sich wie ein Tuch über die Landschaft. Ich spüre die feine Gischt auf der Haut — eine erfrischende, fast greifbare Feuchte. Die Vegetation profitiert offensichtlich davon; das Grün entlang des Flusses wirkt, als sei es ständig frisch geduscht.

Und der Klang: kein fernes Rauschen, sondern ein niederfrequenter Bass, der durch den Körper vibriert. Ich stelle mir vor, wie David Livingstone reagiert haben muss, als er 1855 hier ankam. Wahrscheinlich hat er nicht mit einer solchen Präsenz gerechnet.

Erinnerungen an den Devil’s Pool

Vor zwei Jahren, mitten in der Pandemie, war ich schon einmal hier. Die Touristen fehlten, perfekte Bedingungen für eine riskantere Erfahrung: das Schwimmen im Devil’s Pool.

Der Devil’s Pool ist eine Naturbadewanne direkt am Abgrund der Fälle. Man schwimmt durch den Sambesi, kämpft gegen die Strömung und klettert auf einen Felsen, der das Wasser an die Kante leitet. Ein falscher Schritt würde bedeuten, wenige Sekunden spektakulären Fluges, dann freier Fall.

Ich war der einzige Teilnehmer, nur zwei Guides waren dabei. Der Moment, als ich flach im Wasser lag und direkt über die Kante blickte, bleibt unvergesslich. Das Wasser strömte nur wenige Zentimeter an meinem Gesicht vorbei. Mein Herz raste; die Mischung aus Panik und Euphorie war ungefiltert.

Ich halte die Erinnerung nicht für leichtfertig oder heroisch. Es war ein bewusster Entscheid, mit Risiko und Anleitung. Trotzdem bleibt es einer der intensivsten Momente, die ich je erlebt habe.

Praktisches

Ein paar praktische Hinweise aus meiner Erfahrung:

  • Öffnungszeiten: Nationalpark öffnet um 6:00 Uhr (bei mir). Sonnenaufgang 6:07 Uhr (bei meinem Besuch).
  • Preise: Eintritt aktuell 50 US-Dollar (bei meinem Besuch). Vor zwei Jahren 35 US-Dollar. Sambische Seite damals 20 US-Dollar. (Preise sind von meiner Erfahrung übernommen.)
  • Trockenzeit vs. Regenzeit: In der Trockenzeit führen die Fälle weniger Wasser; auf der sambischen Seite kann in der Trockenzeit weniger zu sehen sein.
  • Devil’s Pool: Ich habe ihn in einer Pandemie-Phase besucht, als ich der einzige Teilnehmer war. Teilnahme nur mit Guides und mit vollem Bewusstsein des Risikos.

Fazit

Die Victoriafälle haben für mich nichts von ihrer Wirkung verloren. Sie sind ein Ort, an dem die Erde eindrücklich sichtbar wird — laut, nass und kompromisslos. Die Eintrittspreise können einem den Appetit verhageln, aber manches ist es wert, wenn man einmal hier sein will. Und ja: Das Schwimmen im Devil’s Pool behalte ich als Moment, der zwischen kluger Risikobereitschaft und Idiotie schwankte.

Praktisches

  • Beste Zeit: Regenzeit für maximale Wassermenge; ich war in der Trockenzeit, da sieht man weniger Wasser, aber bekommt ruhigere Bedingungen.
  • Anfahrt: Nationalpark-Öffnung 6:00 Uhr; für den Sonnenaufgang pünktlich sein. Genauere Anreiseinfos fehlen.
  • Kosten: Eintritt bei meinem Besuch 50 US-Dollar; vor zwei Jahren 35 US-Dollar; sambische Seite damals 20 US-Dollar. Weitere Kosten (Transport, Verpflegung) nicht angegeben.
  • Beim nächsten Mal: Keine explizite Änderung geplant; nicht angegeben, ob ich bei mehr Budget andere Aktivitäten wählen würde.

Steckbrief

OrtVictoriafälle (Mosi-oa-Tunya) — natürliche Grenze zwischen Simbabwe und Sambia.
ErlebnisFrüher Sonnenaufgang, Eindrücke in Trockenzeit, und früheres Schwimmen im Devil’s Pool während der Pandemie (einziger Teilnehmer).
KontrastDiesmal Menschenleer am Morgen und höhere Eintrittspreise; vor zwei Jahren weniger Besucher und niedrigere Preise.
TippFrüh aufstehen lohnt sich; für Risikoaktivitäten wie den Devil’s Pool nur mit staatlich zugelassenen Guides und voller Entscheidungsbereitschaft teilnehmen.
Was bleibtDer Wunsch, die Fälle in voller Regenzeit zu sehen, bleibt bestehen.
Besucht[Datum des Besuchs nicht angegeben]; Vor zwei Jahren war ein früherer Besuch (in der Pandemie).

Häufige Fragen

Wie teuer ist der Eintritt zu den Victoriafällen?

Bei meinem Besuch betrug der Eintritt 50 US-Dollar. Vor zwei Jahren zahlte ich 35 US-Dollar; auf der sambischen Seite waren es damals 20 US-Dollar. Preise können sich ändern; dies sind meine persönlichen Beobachtungen.

Was ist der Devil’s Pool und wie riskant ist er?

Der Devil’s Pool ist ein natürlicher Pool direkt am Abgrund der Fälle. Ich bin dort geschwommen — nur mit Guides und als einziger Teilnehmer während der Pandemie. Es ist riskant und sollte nur mit erfahrenen lokalen Guides und Bewusstsein für das Risiko unternommen werden.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Ich war in der Trockenzeit und sah reduzierte Wassermengen. Für maximale Wassermassen ist die Regenzeit besser; für ruhigere Bedingungen und Aktivitäten wie den Devil’s Pool kann die Trockenzeit vorteilhaft sein. Konkrete Monate habe ich nicht angegeben.

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